
Schmiedeeiserne Zäune, Tore und Geländer behalten über viele Jahre ihr ansprechendes Aussehen, wenn Verschmutzungen regelmäßig entfernt, der Zustand der Lackbeschichtung kontrolliert und bereits bei ersten Anzeichen von Korrosion schnell gehandelt wird. Für diese Arbeiten ist keine Spezialausrüstung erforderlich. Sie sollten jedoch in der richtigen Reihenfolge und mit geeigneten Mitteln durchgeführt werden. Sie fragen sich, wie Sie Schmiedeeisen pflegen, damit es viele Jahre hält? Lesen Sie unseren Ratgeber und erfahren Sie, womit Sie beginnen sollten.
Inhaltsverzeichnis:
1. Schmiedeeisen waschen und reinigen
1.1 Reinigungslösung vorbereiten und Grundreinigung durchführen
1.2 Geeignete Bürsten und Schwämme auswählen
1.4 Grünbelag und Moos entfernen
2. Wie pflegt man Schmiedeeisen? Rost entfernen
2.1 Korrosionsstellen sofort behandeln
2.3 Oberfläche reinigen und entfetten
2.4 Schutzbeschichtungen auftragen
3. Regelmäßige Instandhaltung schmiedeeiserner Zäune
3.1 Frühjahrsinspektion der Lackbeschichtung
3.2 Komplette Bauteile renovieren und lackieren
3.3 Scharniere und bewegliche Teile schmieren
4.2 Witterungsbedingungen beim Lackieren
4.3 Verfahren zum Auftragen des Lacks
4.4 Regeln für den Schichtauftrag
5. FAQ
Das regelmäßige Entfernen von Verschmutzungen verringert das Risiko einer Beschädigung der Lackbeschichtung und hilft dabei, reparaturbedürftige Stellen frühzeitig zu erkennen. Staub, Schlamm, Straßenstaub und organische Ablagerungen halten nach und nach Feuchtigkeit auf der Metalloberfläche zurück. Daher sollte die Reinigung als fester Bestandteil der Pflege eingeplant werden. Bei Zäunen, Pforten, Geländern und Toren genügt es, diese Arbeiten ein- bis zweimal im Jahr durchzuführen.
Für die Reinigung eignet sich am besten warmes Wasser mit einem milden Reinigungsmittel. Gewöhnliches Spülmittel oder Schmierseife reichen aus: Sie entfernen Verschmutzungen wirksam, ohne den Lack zu beschädigen. Die Reinigung sollte im Frühjahr sowie im Herbst vor dem ersten Frost durchgeführt werden.
Die Konstruktion ist von oben nach unten zu reinigen, damit ablaufendes Wasser bereits gesäuberte Bereiche nicht erneut verschmutzt. Auf chlorhaltige Mittel, starke Säuren und Scheuermittel sollte verzichtet werden, da sie die Schutzschicht des Lacks angreifen können.
Für die Pflege geschmiedeter Elemente eignen sich weiche Bürsten mit Nylonborsten und feinporige Autoschwämme am besten. Damit lassen sich dekorative Blätter, Rosetten, gedrehte Stäbe und andere Zierelemente erreichen, ohne die Oberfläche zu zerkratzen.
Harte Drahtbürsten und raue Küchenschwämme sollten ausschließlich zum Entfernen von Korrosion verwendet werden. Bei der gewöhnlichen Reinigung können sie die Schutzbeschichtung beschädigen. Das dadurch freigelegte Metall beginnt unter Feuchtigkeitseinwirkung schneller zu korrodieren.
Nach der Reinigung ist die gesamte Konstruktion gründlich mit sauberem, fließendem Wasser bei niedrigem Druck abzuspülen. Ein Gartenschlauch reicht vollkommen aus, um Rückstände des Reinigungsmittels von der Metalloberfläche zu entfernen. Besondere Aufmerksamkeit gilt Verbindungsstellen und Vertiefungen, da der Schaum dort am langsamsten trocknet und sichtbare Spuren hinterlässt.
Wenn der alte Lack Risse bildet oder abblättert, sollte auf einen leistungsstarken Hochdruckreiniger verzichtet werden. Vor dem Auftragen von Schutzmitteln oder Wachsen muss das Eisen vollständig trocken sein.
Auf Elementen im Schatten bilden sich häufig Algen, Moos und Flechten. An solchen Stellen kann eine Mischung aus Wasser und Essig im Verhältnis 1:1 verwendet werden. Nach dem Einsprühen der verschmutzten Oberfläche sollte die Lösung etwa 10–15 Minuten einwirken. Anschließend ist der Belag mit einer weichen Bürste zu entfernen.
Bei einer dicken Belagsschicht ist ein spezielles, für Zäune geeignetes Biozid die bessere Wahl. Nach der Reinigung muss die Oberfläche sehr gründlich mit Wasser abgespült werden, da die saure Essiglösung nicht auf dem Metall verbleiben darf.
Korrosion schreitet allmählich voran und zeigt sich zunächst als kleine Verfärbungen oder Blasen unter dem Lack. In diesem Stadium lässt sie sich am einfachsten aufhalten. Werden Reparaturen hinausgezögert, vergrößern sich die Schadstellen in der Regel und erfordern später deutlich umfangreichere Renovierungsarbeiten.
Erste rostbraune Flecken sollten sofort nach ihrer Entdeckung entfernt werden. Rost breitet sich auch unter der Lackschicht aus und schwächt das Metall nach und nach. Selbst kleine Schäden können mit der Zeit einen deutlich größeren Bereich des Zauns oder Geländers erfassen. Der Zustand der Beschichtung sollte insbesondere nach dem Winter sowie an dauerhaft schattigen Stellen kontrolliert werden, die über längere Zeit Feuchtigkeit ausgesetzt sind.
Zu Beginn der Reparatur sind abblätternder Lack und lose Korrosionsrückstände mit einem Metallspachtel zu entfernen. Anschließend muss die Oberfläche mit einer Drahtbürste gereinigt werden – entweder von Hand oder mit einem Bürstenaufsatz für die Bohrmaschine. Danach wird zunächst mit Schleifpapier der Körnung 80–120 und anschließend der Körnung 180–240 geschliffen. Die Arbeiten sollten fortgesetzt werden, bis eine blanke Metalloberfläche ohne sichtbare Korrosionsstellen oder dunkle Rostnarben erreicht ist.
Nach dem Schleifen sind Staub, Metallspäne und alte Lackreste gründlich zu entfernen. Am einfachsten gelingt dies mit einem trockenen Pinsel. Anschließend muss das Metall mit Waschbenzin oder Aceton und einem sauberen Tuch abgewischt werden. Dadurch werden Fett, Ölspuren und von den Händen hinterlassene Verschmutzungen beseitigt. Wird dieser Schritt ausgelassen, haftet die neue Beschichtung häufig nur unzureichend und löst sich später ab.
Unmittelbar nach dem Entfetten sollte eine zinkhaltige Korrosionsschutzgrundierung aufgetragen werden. Sie begrenzt den Kontakt des Metalls mit Feuchtigkeit und verlangsamt die Korrosion. Sind im Material noch kleine Rostnarben vorhanden, kann vor dem Lackieren ein Rostumwandler verwendet werden.
Nach dem Trocknen der Grundierung folgt der Decklack. Je nach Einsatzbedingungen kommen Chlorkautschuk-, Alkydharz- oder Polyurethanlacke zum Einsatz. Zwei dünne Schichten erzielen ein deutlich besseres Ergebnis als eine dicke Schicht. Die vom Hersteller angegebenen Überarbeitungszeiten sind einzuhalten.
Durch regelmäßige Inspektionen lassen sich Schäden erkennen, bevor großflächige Korrosion entsteht. Viele Probleme beginnen mit kleinen Rissen im Lack oder gelockerten Befestigungen. Deshalb sollten Schmiedezäune aus Polen nach einem festen Plan kontrolliert werden. Eine solche Kontrolle nimmt nur wenig Zeit in Anspruch und hilft häufig, eine kostspielige Renovierung des gesamten Zauns oder Tores zu vermeiden.
Der beste Zeitpunkt für eine gründliche Kontrolle ist ein trockener, klarer Tag, nachdem sich die Temperaturen dauerhaft über 10 °C eingependelt haben. Die gesamte Oberfläche sollte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden, da Mikrorisse und Verfärbungen bei diffusem Licht oft nur schwer zu erkennen sind. Besondere Aufmerksamkeit gilt den unteren Bereichen der Konstruktion, die im Winter mit Schnee, Schlamm und Streusalz in Berührung gekommen sind.
Auch die Befestigungsstellen der geschmiedeten Elemente an Beton- oder Mauerpfeilern sollten überprüft werden. An diesen Punkten hält sich die Feuchtigkeit am längsten, und erste Korrosionsanzeichen bleiben häufig über viele Monate unbemerkt.
Eine vollständige Erneuerung der Lackbeschichtung wird in der Regel alle 5–8 Jahre durchgeführt. Der genaue Zeitpunkt hängt von der Qualität des zuvor verwendeten Lacks und den Witterungsbedingungen ab, denen die Konstruktion ausgesetzt ist. Ein deutliches Verblassen der Farbe oder zahlreiche kleine Schäden weisen darauf hin, dass eine Renovierung eingeplant werden sollte.
Vor dem Lackieren muss die gesamte Oberfläche mit feinkörnigem Schleifpapier angeschliffen werden, damit die neue Schicht gut auf dem Untergrund haftet. Diese Arbeiten sollten möglichst an trockenen Tagen bei Temperaturen zwischen 15 und 25 °C durchgeführt werden. Starke Sonneneinstrahlung und hohe Luftfeuchtigkeit sind zu vermeiden.
Bei Toren und Pforten müssen die Scharniere regelmäßig, mindestens zweimal im Jahr, geschmiert werden. Geeignete Zeitpunkte sind das späte Frühjahr und der Zeitraum vor dem ersten Frost. Zum Schutz der Mechanik eignen sich Lithium-, Graphit- oder Silikonfette am besten, da sie lange an der Oberfläche haften und durch Regen nicht leicht ausgewaschen werden.
Kriechöle in Sprayform sollten nur vor der eigentlichen Schmierung verwendet werden, um alte Verschmutzungen und Korrosionsspuren zu entfernen. Nach Abschluss der Arbeiten empfiehlt es sich, überschüssiges Schmiermittel abzuwischen. Eine dicke, zurückbleibende Schicht bindet schnell Staub, Sand und Schmutzpartikel und erhöht dadurch den Verschleiß der beweglichen Teile.
Eine Lackierung schützt geschmiedete Zäune aus Polen vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung. Ein gutes Ergebnis hängt jedoch auch von der richtigen Vorbereitung des Untergrunds, geeigneten Umgebungsbedingungen und einem sorgfältigen Lackauftrag ab.
Der Lack ist entsprechend den Einsatzbedingungen der Konstruktion auszuwählen. Polyurethanbeschichtungen schützen die Farbe wirksam vor UV-Strahlung und Abrieb. Chlorkautschuklacke eignen sich für Tore, die mechanischen Beschädigungen ausgesetzt sind, während Alkydharzlacke wechselnden Witterungsbedingungen gut standhalten. 3-in-1-Metallschutzlacke verkürzen die Arbeitszeit, und Patinierfarben heben dekorative Details hervor.
Die Arbeiten werden am besten bei Temperaturen zwischen +10 °C und +25 °C durchgeführt. Direkte Sonneneinstrahlung, hohe Luftfeuchtigkeit und Tage mit angekündigten Niederschlägen sind zu vermeiden. Vor Beginn der Lackierarbeiten sollte die Wettervorhersage geprüft werden, damit der Lack ordnungsgemäß trocknen kann.
Für geschmiedete Verzierungen eignet sich am besten ein Rund- oder Heizkörperpinsel, mit dem schwer zugängliche Stellen leichter beschichtet werden können. Das Spritzverfahren eignet sich für schlichte Zaunfelder, während eine Rolle ausschließlich auf breiten, ebenen Flächen verwendet werden sollte.
Der Lack sollte in zwei dünnen Schichten aufgetragen werden. Dabei ist die vom Hersteller angegebene Trocknungszeit einzuhalten. Vor dem letzten Lackauftrag kann die Oberfläche vorsichtig mit Schleifpapier der Körnung 240–320 angeschliffen werden. Schweißnähte, Kanten und Lanzenspitzen müssen besonders sorgfältig geschützt werden, da dort Korrosion am schnellsten auftritt.
1. Wie pflegt man Schmiedeeisen?
Schmiedeeisen sollte ein- bis zweimal im Jahr mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel gewaschen werden. Für die Reinigung eignet sich am besten eine weiche Bürste oder ein Schwamm. Außerdem ist die Oberfläche regelmäßig auf Rost zu kontrollieren. Kleine Korrosionsstellen sind zu entfernen, und die Lackbeschichtung muss erneuert werden, sobald Verschleißerscheinungen auftreten.
2. Wie oft sollte ein schmiedeeiserner Zaun lackiert werden?
Eine vollständige Erneuerung der Lackbeschichtung wird in der Regel alle 5–8 Jahre durchgeführt. Der genaue Zeitpunkt hängt von der Qualität des verwendeten Lacks und den Witterungsbedingungen ab. Ist der Lack deutlich verblasst, weist er Risse oder einzelne Korrosionsstellen auf, sollte die Schutzbeschichtung der gesamten Konstruktion bereits früher erneuert werden.
3. Womit lässt sich Rost von Schmiedeeisen entfernen?
Zunächst sind abblätternder Lack und Rost mit einer Drahtbürste und Schleifpapier zu entfernen. Nach der Reinigung muss die Oberfläche entstaubt, mit Waschbenzin oder Aceton entfettet und anschließend mit einer Korrosionsschutzgrundierung und einem Decklack geschützt werden. Bei tieferen Rostnarben empfiehlt es sich, zuvor einen Rostumwandler aufzutragen.
